Mitte Oktober: Eine unvollendete Radtour

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Mitte Oktober haben ein paar Kommilitonen eine Radtour organisiert. Ohne Vorerfahrung sind wir einfach losgefahren. Am Ende haben wir das Gelände unterschätzt und sind umgekehrt, als wir noch über zwanzig Kilometer von Gesala entfernt waren. Nach den fünf oder sechs Stunden reiner Bergauffahrt am Vorabend hatte niemand mehr Lust, weiter zum Gesala-Erholungsgebiet auf über dreitausend Metern Höhe zu fahren – so sehr wir es auch bedauerten. Die Räder haben wir gemeinsam geliehen – zwanzig Yuan pro Tag, und ziemlich schwer.

Aufbruch

Vom Gipfel auf dem Weg nach unten, man beachte die Höhe und die Zeit. Jeder hat fünf Stunden gebraucht, um den Gipfel dieses Berges zu erreichen. Ich hatte all meine Verpflegung aufgebraucht, war erschöpft und durstig und wollte mich am liebsten in den trockenen Graben am Straßenrand werfen, schlafen und dann weitermachen. Aber mein Begleiter, Bruder Liao, ist die ganze Strecke bei mir geblieben – ich bin ihm zutiefst dankbar. Auf dieser Reise habe ich zum ersten Mal die Vorzüge von Zigaretten entdeckt: ein Bonbon und eine Zigarette, und alle Müdigkeit war wie weggeblasen, bis wir oben ankamen.

Die anderen haben hinten gezeltet, während vier von uns zum Qinghe-Wasserfall vorausgefahren sind. Von dort waren es noch 26 Kilometer bis Gesala, mit einem Höhenunterschied von 1.700 Metern. Der Bach und der Wasserfall waren eher bescheiden, aber die Schluchten auf beiden Seiten waren extrem steil, mit losen Steinen, die über den Weg verstreut lagen. Ich hatte ständig Angst, dass mich ein herabfallender Stein treffen könnte – sonst hätten die Kommilitonen, die mit uns kamen, eine echte Tragödie erlebt. Ich hatte das Gefühl, hier eine Art Erkenntnis gewonnen zu haben, etwas über das Leben. Gott sei Dank, Buddha sei Dank für den Schutz.

Wir haben eine Nacht an einem Flussufer gecampt. Ich hatte Angst vor Sturzfluten, aber schließlich kam ein alter Mann vorbei und zerstreute meine Sorgen.

Am dritten Tag sind wir zurückgefahren und kamen durch die Yumen-Stadt, ein Teil des Ertan-Stauseegebiets. Die Umgebung und das Klima hier fühlten sich bereits völlig anders an als in der Stadt – feucht und angenehm, sehr ähnlich dem Klima des Sichuan-Beckens.

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